Impfen für Afrika

 

Die diesjährige Aktion Impfen für Afrika fand in unserer Praxisam 08.Mai 2019  statt  und war wie jedes Jahr ein großer Erfolg.

 

Wir danken allen, die an dieser Aktion teilgenommen haben.

 

Um die Ziele der Impfaktion zu erläutern sind im Folgenden einige Artikel gepostet.

 

 

Tollwut in Kenia

In Kenia stellt Tollwut eine reale Bedrohung für das Leben von Menschen, insbesondere Kindern dar. 40% der Opfer von Hundebissen kranker Tiere sind Kinder unter 15 Jahren, die sich meist im Spiel mit den Tieren infizieren. In den inoffiziellen und verarmten Siedlungen finden leider kaum Impfungen der Tiere statt, da die anfallenden Kosten für die sehr armen Bewohner der Siedlungen viel zu hoch sind.

Tollwut kann dennoch wirksam bekämpft werden. Das zeigen erfolgreiche Bemühungen auf den Philippinen und in einzelnen Länder Lateinamerikas, wo die Tollwut so gut wie ausgelöscht werden konnte.

In Kenia sterben jährlich 2.000 Menschen an einer Tollwutinfektion. Zum Einen wird die Gefahr nicht rechtzeitig erkannt, zum anderen haben die Betroffenen keinen Zugang zu medizinischer Behandlung oder der Impfstoff ist schlichtweg nicht vorrätig. Um dies in Zukunft zu verhindern, hat die kenianische Regierung einen Strategieplan (Strategic Plan for the Elimination of Human Rabies in Kenya 2014-2030) entwickelt mit der Zielsetzung, dass bis 2030 die Tollwut bei Menschen in Kenia ausgerottet sein soll.

In den ländlichen Regionen Kenias hat Tierärzte ohne Grenzen e.V. bereits erfolgreiche Projekte zur Bekämpfung von Tollwut bei den Hütehunden durchgeführt. Die Zahl menschlicher Todesfälle durch Tollwut ist in den betreuten Projektregionen so stark gesunken, dass nur noch Einzelfälle von Neuinfektionen auftreten. in den Jahren 2015 & 2016 konnten alleine in der Masai Mara rund 12.000 Hunde geimpft werden.

 

Tollwut wird durch die Haushunde auf den Menschen übertragen. Nicht nur in den ländlichen Regionen Kenias, sondern auch in der Hauptstadt Nairobi stellt dies eine ernst zu nehmende Gefahr dar. Besonders stark betroffen sind die verarmten informellen Siedlungen der Stadt.

Das Projekt ist über einen Zeitraum von drei Jahren angelegt. In den fünf Siedlungen Kawangare, Kangemi, Kibera, Mukuru/Viwandani und Mathare/Huruma/Korogocho rund um Nairobi haben wir es uns zum Ziel gesetzt, 70% der Hunde zu impfen.

Die Impfungen sind nur ein Teil unserer Arbeit. Öffentlichkeit zu schaffen und für die Risiken im Umgang mit Tollwut zu sensibilisieren, ist ebenfalls unser Ziel. Im Rahmen einer Informationskampagne werden Präventionsmaßnahmen und Verhaltensregeln im Falle eines Hundebisses vermittelt. Wir hoffen so, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für verantwortungsvolle Hundehaltung stärken zu können.

Finanzierung nur mit Ihrer Hilfe

Damit wir den Menschen in Nairobi auch tatsächlich helfen können und das Projekt reibungslos abläuft, muss die Finanzierung des Projekts vorab gesichert sein. Die Stiftung der apoBank finanziert Teile des Projekts, der Rest wird komplett aus Eigenmitteln des Vereins verauslagt. Aus diesem Grund sind wir auf Ihre Spenden angewiesen! Es müssen genügend Mittel für unsere Eigenanteile gesammelt werden, um auch zukünftig die Projektfinanzierungen sicherstellen zu können.

Helfen Sie uns mit Ihrem Beitrag. Wir wollen das ehrgeizige Ziel eines tollwutfreien Kenias bis 2030 realisieren und damit wesentlich zur Gesundheit und Sicherheit der dort lebenden Bevölkerung beitragen!

 

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